IPSC

Ziele

 

 

Bei den IPSC-Kurzwaffenwettbewerben unterscheidet man Papier- und Stahlziele, zerbrechliche Ziele wie Tontauben oder Flaschen sind grundsätzlich nicht zulässig.

 

Das einzige zugelassene Papierziel ist das IPSC Target mit drei Wertungszonen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IPSC Targets müssen stets zweimal beschossen werden. Abhängig von der Wertungsklasse gibt es bei Major und Minor Unterschiede in der Wertung der mittleren und äusseren Trefferzone:

 

IPSC Target

Zone A C D

Major 5 4 2

Minor 5 3 1

 

Verfehlt der Schütze das Ziel, wird das Doppelte der maximal erreichbaren Punktzahl für diesen Schuss abgezogen -- also 10 Punkte.

Die IPSC Targets bestehen aus herkömmlicher brauner Wellpappe, auf der die Wertungszonen lediglich aufgeprägt oder schwach aufgedruckt sind, so dass sie der Schütze aus zehn Metern Entfernung nicht mehr erkennen kann. Hinzu kommt, dass sich die Wertungszonen nicht genau in der Mitte der IPSC Scheibe befinden, sondern nach oben hin verschoben sind. Der IPSC-Schütze muss daher abschätzen lernen, wo sich die Wertungszonen befinden damit er eine möglichst hohe Punktzahl erreichen kann. Zudem gibt es außen einen fünf Millimeter breiten Rand, genannt Non Scoring Boarder, der nicht gewertet wird - er dient dazu, festzustellen, ob ein Schuss noch den Wertungsbereich der D-Zone berührt hat und somit gewertet wird. Auf diese Weise werden Diskussionen vermieden, ob ein eingedellter Rand der Scheibe nun von einem Schuss her rührt oder nur eine Beschädigung ist.

 

Bei den Metallzielen unterscheidet man den IPSC Popper, den IPSC Mini Popper und IPSC Metall Platten. Auch wenn der Name anderes suggeriert, müssen die Metallziele nicht zwangsläufig aus Metall bestehen, andere undurchdringliche Materialien wie Hartgummi werden ebenfalls eingesetzt - dies hat den Vorteil, dass Geschosse nicht zersplittern.

 

IPSC Popper haben eine Höhe von 85 Zentimetern. Von vorn betrachtet haben sie einen Rumpf mit einer Breite von 15 bis 20 Zentimetern, am oberen Ende ist eine Scheibe von gut 30 Zentimetern Durchmesser. Beim IPSC Mini Popper, er soll weiter entfernt stehende Popper simulieren, ist die Scheibe nur rund 20 Zentimeter gross und die Rumpfbreite beträgt etwa 13 Zentimeter.

 

 

 

 

 

 

 

 

Plates können in der Größe variieren, runde Plates müssen einen Durchmesser von 20 bis 30 Zentimeter aufweisen, rechteckige eine Kantenlänge von 15 bis 30 Zentimetern. Andere Formen sind nicht erlaubt.

 

 

 

 

 

 

 

Grundsätzlich muss ein Metallziel umfallen, damit es gewertet wird. Es zählt dann in jedem Fall fünf Punkte, unabhängig von der Art des Ziels und der Wertungsklasse des Schützen. Popper werden dabei so eingestellt, dass sie bei einem optimalen Treffer mit einem Geschoss, dass den Mindest-Power-Factor von 125 erreicht, sicher umfallen. Somit hat jeder Schütze die Chance, bei einem guten Treffer den Popper mit einem Schuss umzuwerfen. Unter dem beim Wettbewerb herrschenden Zeitdruck ist es jedoch nicht selten, dass Schützen nur den Rumpf des Poppers treffen - bei grösseren und stärkeren Kalibern ist die Wahrscheinlichkeit dann höher, dass der Popper trotzdem fällt, als bei Schützen, die das Mindest-Kaliber und den Mindest-Power-Factor verwenden.

 

Sämtliche Ziele lassen sich auch als so genannte Strafziele (Penalty Targets, früher No-Shoots genannt) aufstellen. Dabei wird die Scheibe oder der Popper entweder mit einem roten X durchkreuzt oder komplett rot angemalt. Andere Farben sind zwar auch zulässig, aber ungebräuchlich. Wird ein Penalty Target getroffen, bei Scheiben innerhalb des Non Scoring Boarders, werden dem Schützen zehn Punkte abgezogen. Penalty-Popper müssen übrigens nicht umfallen, damit der Schütze die Strafpunkte erhält, es reicht, wenn der Treffer auf dem Popper zu sehen ist. Deshalb müssen diese Treffer auch im Wettkampf abgeklebt oder übermalt werden.

 

Eine negative Gesamtwertung gibt es nicht, erhält ein Schütze mehr Strafpunkte als Wertungspunkte, bekommt er eine so genannte Nullwertung, also ein Stage Score von null.

A

C

D

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